KARTELL KULTUR e.V.
Kartell Kultur e.V. ist ein gemeinnütziger Kulturverein mit Sitz in Bremen, der mit Kunst und Kultur Räume für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Praxis schafft. Ein besonderer Fokus unserer Arbeit liegt auf migrantischen und iberoamerikanischen Communities.
Wir verstehen uns als Netzwerk von Menschen, die sich für Sprachen, künstlerische Ausdrucksformen und kulturelle Prozesse iberoamerikanischer Kontexte interessieren. Kultur begreifen wir als ein Werkzeug für interkulturellen Dialog, gesellschaftliche Teilhabe und das Zusammenleben in einer vielfältigen, solidarischen Gesellschaft.
iberoAMERIKA
als ein Kontinent der Begegnungen
Die Kulturen Amerikas zu verstehen, ist eine Herausforderung, da der Kontinent riesig und vielfältig ist, mit vielen historischen, sprachlichen und sozialen Einflüssen. Statt uns in feste Kategorien zu unterteilen, ist Amerika ein Raum des ständigen Austauschs. Seine Reichtum liegt in der Mischung aus Sprachen, Bräuchen, Glaubensvorstellungen und künstlerischen Ausdrucksformen, die lebendige und sich ständig weiterentwickelnde Kulturen hervorgebracht haben.
Kartell Kultur erkennt diese Vielfalt an und ermöglicht es uns, ein Netzwerk zu schaffen, in dem all diese Stimmen und Erfahrungen einen Platz haben, wobei das iberoamerikanische und migrantische Erbe als eine sich bewegende Identität gefeiert wird. Dennoch können wir sie in große Kategorien unterteilen, je nach Herkunft und Evolutionsprozess.
Die Ancestralen Kulturen Amerikas existierten lange vor der Kolonisierung und bilden die historischen Grundlagen vieler heutiger Gesellschaften. Trotz Enteignung, Gewalt und kultureller Unterdrückung bewahrten sie Wissen, Sprachen und Weltanschauungen und passten diese an neue historische Kontexte an.
Mesoamerikanisch: Maya-, Nahua- und Zapotekische Kulturen.
Andin: Quechua- und Aymara-Kulturen.
Amazonisch und pazifisch: Gemeinschaftliche Lebensweisen, spirituelle Rituale und Naturwissen.
Kulturelle Auswirkungen:
Kosmologien, kollektive Organisationsformen, ökologische Wissenssysteme, Sprachen, Rituale sowie nachhaltige künstlerische Ausdrucksformen in Musik, Textilien und Symbolik.
Durch die koloniale Expansion Europas und die gewaltsame Versklavung afrikanischer Menschen wurden zahlreiche afrikanische Kulturen nach Amerika verschleppt. Unter Bedingungen von Unterdrückung und Widerstand entwickelten sie sich weiter und bildeten neue kulturelle, soziale und spirituelle Ausdrucksformen.
Afrokaribisch: Santería (Kuba), Voodoo (Haiti), Rastafari (Jamaika).
Afrobrasilianisch: Candomblé, Capoeira, Samba.
Afroandine und pazifische Kulturen: Marimba-Musik in Kolumbien und Ecuador, afroperuanische Tänze.
Kulturelle Auswirkungen:
Musikalische Rhythmen (Salsa, Cumbia, Samba), kulinarische Traditionen (Kochbananen, Yuca, Meeresfrüchte), spirituelle Praktiken, soziale Organisationen sowie anhaltende Kämpfe für Freiheit, Anerkennung und Gleichberechtigung.
Mit der europäischen Kolonisierung Amerikas gelangten politische, religiöse und kulturelle Strukturen aus Europa in neue Territorien. Diese Einflüsse veränderten bestehende Gesellschaften grundlegend und entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte weiter.
Iberisch: Spanische und portugiesische Kolonialtraditionen.
Mediterran und mitteleuropäisch: Italienische, französische, deutsche und osteuropäische Einflüsse durch spätere Migrationen.
Kulturelle Auswirkungen:
Architektur, Verwaltungssysteme, Schriftkulturen, religiöse Institutionen, musikalische Formen sowie neue soziale Hierarchien und kulturelle Machtstrukturen.
Durch den historischen Kontakt, die Vermischung und den Konflikt zwischen indigenen, afrikanischen und europäischen Kulturen entstanden mestizische und kreolische Gesellschaften. Diese Kulturen entwickelten eigene Identitäten, Sprachen und ästhetische Ausdrucksformen.
Mestizisch: Regionen Mexikos, Zentral- und Südamerikas.
Kreolisch: Karibische Gesellschaften mit afrikanischen, europäischen und lokalen Einflüssen.
Kulturelle Auswirkungen:
Hybride Musik- und Tanzformen, kreolische Sprachen, vielfältige kulinarische Traditionen, soziale Netzwerke sowie kulturelle Ausdrucksformen des Widerstands und der Selbstbestimmung.
Seit dem 20. Jahrhundert prägen globale Migrationsbewegungen, Exil, Arbeitsmigration und Flucht neue kulturelle Landschaften. Menschen aus Afrika, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Europa bringen ihre kulturellen Praktiken in neue urbane Kontexte ein und gestalten transnationale Identitäten.
Diasporisch: Afro-, lateinamerikanische, arabische und asiatische Gemeinschaften.
Urban und transkulturell: Neue Ausdrucksformen in Musik, Kunst, Sprache und Alltagskultur.
Kulturelle Auswirkungen:
Zeitgenössische Musikstile, hybride Kunstformen, mehrsprachige Lebensrealitäten, politische und kulturelle Bewegungen sowie neue Formen von Solidarität und kulturellem Austausch.
Kartell Kultur e.V.
ist das Netzwerk, das dieser Erbe eine Stimme verleiht
Mehr als ein geografisches Konzept ist es eine kulturelle Identität, ein Begegnungsraum, in dem die Kunst und Kultur unserer Migrantengemeinschaften an Bedeutung gewinnen. Hier zählt jede Geschichte, jede Stimme ist wichtig. Sei es als Künstler, Kulturmanager oder einfach jemand, der seine Identität finden möchte, hier ist dein Platz.
Sei Teil einer Gemeinschaft, die Kunst, kritisches Denken und kulturelle Vielfalt fördert.
Verbinde dich mit anderen Schöpfern, nimm an Veranstaltungen teil und mache dein kulturelles Erbe sichtbar.
Hilf uns, einen Raum für die iberoamerikanischen Kulturen in Europa zu schaffen.
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